Über das Projekt

Kinder in Superheldenkostümen, Gruppenbild, verwendet für das Projekt "Superstart(er)"
Quelle: AdobeStock

Die psychische Gesundheit vieler Kinder in Deutschland hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert – besonders bei Kindern aus einkommensschwachen Familien sowie mit Migrations- oder Fluchtgeschichte. Gleichzeitig zeigen sich häufig Über- und Untergewicht, Bewegungsmangel und ein erhöhter Medienkonsum. 

Mit dem Projekt Superstar(ter) sollen die Resilienz und Gesundheitschancen von Grundschulkindern durch den gezielten und regelmäßigen Einsatz von Bewegung gestärkt werden. Die Grundschule als Schutzraum wird genutzt, um durch niedrigschwellige Bewegungsangebote positive Gruppenerlebnisse, Zugehörigkeit und emotionale Sicherheit zu fördern. Diese Faktoren zählen als zentrale Faktoren für psychische Gesundheit, Selbstwert und Teilhabe.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit zwei Grundschulen aus sozio-ökonomisch belasteten Stadtteilen in Köln umgesetzt  – der Gemeinschaftsgrundschule Merianstraße in Chorweiler und der Schule IM Süden in Meschenich. Dabei wird ein partizipativer Ansatz verfolgt: die Bewegungs- und Gruppenangebote werden gemeinsam mit den Kindern und Fachkräften der jeweiligen Schulen entwickelt und niedrigschwellig in den Schulalltag integriert, z. B. in Pausen und im offenen Ganztag. Langfristig sollen über ein Multiplikatorenkonzept weitere Schulen und Quartiere erreicht werden. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Strukturen vor Ort, sodass die Schulen das Projekt eigenständig weiterführen können. 

Superstar(ter) leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und zur Umsetzung gesundheitsförderlicher Lebenswelten, wie sie im GKV-Leitfaden zur Gesundheitsförderung und Prävention gefordert werden.

Was das Projekt bewirkt

Für Kinder
  • Mehr Bewegung im Alltag
  • Entwicklung von Selbstvertrauen und sozialer Sicherheit
  • Zugang zu gemeinsamen Erlebnissen unabhängig von Herkunft und Sprache
  • Aufbau von Selbstwirksamkeit („Ich kann etwas schaffen!“)
  • Verbesserung emotionaler Kompetenzen (Gefühle wahrnehmen und ausdrücken)
  • Entwicklung gesunder Stress- und Konfliktbewältigungsstrategien
  • Förderung von Konzentration und Lernbereitschaft
  • Stärkung eines positiven Körper- und Selbstbildes
  • Zugehörigkeitsgefühl und stabile Beziehungen im Schulalltag
  • Freude an Bewegung und aktiver Freizeitgestaltung
  • Mut, Neues auszuprobieren und Herausforderungen anzunehmen
  • Weniger Rückzug, Ängste oder Belastungssymptome
  • Stärkung von Empowerment speziell bei sozial benachteiligten Kindern
Für Schulen
  • Ergänzung bestehender Strukturen (z. B. Gesundheitslotsinnen und -lotsen, OGS)
  • Angebote werden vor Ort abgestimmt (keine Standardlösungen)
  • Aufbau nachhaltiger Strukturen statt punktueller Einzelaktionen
  • Beteiligung ohne Zusatzbelastung für das Kollegium
  • Unterstützung bei der Gesundheits- und Resilienzförderung als Schulprofil-Thema
  • Sichtbare Aufwertung als gesundheitsfördernde, sozial engagierte Schule
  • Stärkung des Wohlbefindens und der sozialen Atmosphäre im Schulalltag
  • Partizipatives Angebot stärkt Kinderbeteiligung und demokratische Schulentwicklung
  • Präventiver Beitrag zu Konzentration, Konfliktverhalten und Lernklima
Für die Stadt Köln / Kooperationspartnerinnen und -partner
  • Beitrag zur kommunalen Gesundheits- und Bildungsgerechtigkeit
  • Konzept ist übertragbar auf andere Standorte
  • Evaluation durch die Deutsche Sporthochschule Köln schafft belastbare Ergebnisse
  • Nachhaltige Strukturen statt kurzfristiger Einzelmaßnahmen
  • Frühe Förderung sozial benachteiligter Kinder 
  • Netzwerkaufbau zwischen Schule, Gesundheitsamt und Kommune
  • Evidenzbasierte Grundlage für zukünftige Förder- und Entscheidungspraxis

Kooperationspartner

Das Superstar(ter)-Projekt wird von folgenden Kooperationspartnern getragen, die die Prozesse und Maßnahmen innerhalb des Projektes unterstützen und begleiten:

Förderung

Das Projekt wird finanziert nach § 20 SGB V durch den Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).